LEGO©, Landluft und Lebenspläne

Aufgewachsen ist Mio in der Nähe von Göttingen – auf einem Hof am Wald mit freilaufenden Hühnern und süßen Ferkeln, die inzwischen große Schweine geworden sind –, also gar nicht mal so unähnlich zu vielen Orten im Sauerland – und vor allem gar nicht mal so weit weg davon. Gehört hatte er aber bis vor etwa zweieinhalb Jahren trotzdem nie etwas davon.

Dass er hier landete, hat er vor allem einer Sache zu verdanken: LEGO©. Wie viele Kinder entdeckte auch Mio nach einer intensiven Playmobilphase seine Liebe für die kleineren, vielseitigen Bausteine. Mit der Zeit verwächst sich das bei den meisten, auch bei Mio schien es so, aber dann kam sie doch zurück, die LEGO©-Leidenschaft. Er begann alte LEGO©-Sets zu restaurieren und zu verkaufen und baute sich ein Netzwerk auf, um an seltene Figuren oder Bauteile zu kommen. Was als Hobby begann, entwickelte sich nach und nach zu einem Geschäft. Während andere Freunde nach dem Abitur unsicher waren, was sie tun wollten, startete Mio ein Studium – eher nebenbei, denn sein Fokus lag weiterhin auf dem Handel mit LEGO©. Er verkaufte zunächst über Plattformen, baute sich dann einen eigenen Onlineshop auf. Durch einen Händlerkontakt lernte er schließlich Berthold kennen, seinen jetzigen Geschäftspartner, der bereits viele Unternehmen gegründet hatte. Berthold, selbst begeisterter LEGO©-Sammler, wollte ein Museum aufbauen, das seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich macht. Sie kamen – noch völlig unbekannterweise – intensiv ins Gespräch, und nach einem halben Jahr war klar: Sie wollten zusammenarbeiten. Der Plan: Ein LEGO©-Aktivmuseum. Einen passenden Standort zu finden, erwies sich jedoch als schwierig. Aber wie der Zufall es wollte, eröffnete sich dann doch eine Möglichkeit: im Sauerland, genauer in Winterberg.

Der Umzug ins Sauerland verlief eher ungewöhnlich. Mio zog mit Berthold in eine Mehrgenerationen-WG in Olsberg. Später kaufte Berthold ein Haus in der Nähe von Winterberg, wo auch Mio mit seiner Frau unterkommen konnte.

Der Start im Sauerland war so einerseits leicht – ein Dach über dem Kopf und die Arbeit waren sicher – und andererseits auch wieder gar nicht: Kontakte knüpfen ist im Sauerland bekanntlich oft schwer. Viele, die wie Mio und seine Frau in ihren Zwanzigern sind, sind entweder zum Studieren weggegangen oder haben bereits eine Familie gegründet, haben deswegen viel um die Ohren und kaum Kapazitäten für neue Freundschaften. Doch durch Unternehmernetzwerke und Stammtische lernte Mio trotzdem recht schnell Leute kennen. Sportliche Aktivitäten halfen zusätzlich. Doch es war ein Prozess, erst einmal rauszufinden, wo er Gleichgesinnte treffen konnte. Seiner Partnerin ging es ähnlich: Sie turnt leidenschaftlich gerne, doch passende Angebote für junge Menschen sind hier kaum zu finden. Mio weiß heute besonders die Natur im Sauerland zu schätzen, die gute Luft, die Wälder und die Seen – das enorme Potential für Outdoor-Aktivitäten.

Beruflich fällt ihm vor allem die enge Zusammenarbeit zwischen den Menschen im Sauerland auf. Viele Unternehmer kennen sich, unterstützen sich gegenseitig – und gönnen sich durchaus auch Erfolge.

Ob das Sauerland seine endgültige Heimat wird, weiß Mio noch nicht. Sein Geschäftspartner jedenfalls hat sich festgelegt: Er hat ein Haus im schönen Züschen gekauft und bleibt. Auch Mio kann es sich durchaus vorstellen, sich hier langfristig ein Leben aufzubauen. Er konzentriert sich erstmal voll aufs LEGO©-Museum – will es noch bekannter machen, mehr LEGO©-Fans anziehen und so die Chance schaffen, weiter zu wachsen. Er ist zuversichtlich, dass mit den richtigen Ideen im Sauerland noch viel möglich ist.

Mio stammt aus der Nähe von Göttingen und entdeckte früh seine Leidenschaft für LEGO©– die sich schließlich zu einem erfolgreichen Geschäft entwickelte. Über einen Geschäftskontakt lernte er Berthold kennen, mit dem er die Idee eines LEGO©-Aktivmuseums verwirklichen wollte. Auf der Suche nach einem Standort führte der Weg ins Sauerland – nach Winterberg. Heute schätzt er besonders die Natur und das unterstützende Miteinander unter Unternehmern. Ob das Sauerland dauerhaft seine Heimat wird, ist offen – das LEGO©-Museum jedoch ist sein aktueller Lebensmittelpunkt und Zukunftsprojekt.

Ein kreativer Kopf, ein Kindheitstraum und jede Menge bunte Steine: Was als LEGO©-Leidenschaft begann, wurde für Mio zur Geschäftsidee mit Zukunft. Aufgewachsen in ländlicher Idylle nahe Göttingen, zog es ihn ins Sauerland – dorthin, wo Natur auf Unternehmergeist trifft. Heute baut er gemeinsam mit Geschäftspartner Berthold an einem einzigartigen Projekt: einem LEGO©-Aktivmuseum mitten in Winterberg. Neue Ideen, große Visionen und ein starkes Netzwerk vor Ort machen das Sauerland für Mio zu einem Ort voller Chancen – und vielleicht sogar zur neuen Heimat.

Mio hätte nie gedacht, dass ihn seine Kindheitsliebe zu LEGO© einmal ins Sauerland führen würde. Aufgewachsen auf einem kleinen Hof bei Göttingen, zwischen freilaufenden Hühnern und wilden Waldwegen, begann alles ganz harmlos: mit ein paar bunten Steinen. Aus dem einstigen Hobby wurde ein Geschäft – und schließlich eine Vision. Als er gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Berthold die Idee eines LEGO©-Aktivmuseums entwickelte, führte sie der Weg dorthin, wo man es nicht unbedingt erwartet hätte: nach Winterberg. Ein Neuanfang inmitten von Bergen, Wäldern und einer Gemeinschaft, die ein bisschen Zeit braucht, aber viel zurückgibt. Heute baut Mio nicht nur an einem Museum, sondern vielleicht auch an einem neuen Zuhause.