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Von den Weinbergen ins Land der 1.000 Berge

AUTORIN: SONJA NÜRNBERGER

Manchmal landet man an Orten, an denen man nie gedacht hatte, dass man dort einmal landet, die sich aber dann doch als genau richtig herausstellen. Es ist ein Ort, über den man vielleicht sogar gelächelt hat, bis man plötzlich selbst dort steht, mit einem Koffer in der Hand und einem neuen Kapitel vor sich. Irgendwo im Sauerland.

Aufgewachsen ist Alina im idyllischen Laudenbach an der Bergstraße, einer kleinen Weinbaugemeinde zwischen Mannheim und Heidelberg. Dorfleben, Volleyballverein, Fahrradtouren zur Schule, Sommerabende in den Weinbergen mit Blick auf den Sonnenuntergang. Alles war nah und vertraut und eigentlich war auch der Plan klar: Studium vielleicht in Heidelberg oder Darmstadt, aber nicht zu weit weg von Zuhause. Alinas Freundeskreis blieb schließlich auch dort.

Aber Alina entschied sich dazu, Wirtschaftspsychologie zu studieren und das ging nunmal nicht in der Heimat. Und dann kam die Zusage aus Meschede. Als sie nachschaute, wo das überhaupt genau liegt, merkte sie, dass sie tatsächlich schonmal ganz in der Nähe gewesen war: in Winterberg zum Volleyball-Trainingslager. Damals hätte sie sich ganz sicher nicht vorstellen können, jemals im Sauerland zu wohnen.

Doch ein paar Jahre später saß sie genau dort im Auto, auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt. Sechs Stunden entfernt von Zuhause. Es lag viel Schnee an diesem Tag. Und mit jeder Kurve durch das Sauerland wurde das Gefühl greifbarer: Jetzt wird es ernst. 2020, mitten in der Pandemie, zog Alina nach Meschede. Das Studium startete online: Zoom statt Hörsaal und Lerngruppen im digitalen Raum. Sogar Yoga-Stunden und Weihnachtsfeiern per Video. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – entstand schnell ein Gemeinschaftsgefühl. Alle waren neu in Meschede und alle hatten ein wenig Heimweh. Da kam man am besten gemeinsam durch.

Was Alina heute besonders schätzt, ist die Atmosphäre an der Hochschule, die kleinen Gruppen und den direkten Draht zu den Dozentinnen und Dozenten. Hier gibt es keine anonymen Massenveranstaltungen und das Gefühl, nur eine Matrikelnummer zu sein. Man kann fragen und bekommt Antworten. Man wird gesehen. Diese Nähe, sagt sie, wäre an einer großen Universität vielleicht anders gewesen. Hier kennt man und hier hilft man sich. Nicht nur unter Studierenden, auch von den Lehrenden kommt viel Unterstützung.

Trotzdem ist es natürlich so, dass man immer ein bisschen Zeit brauche, um anzukommen, auch ohne Pandemie, da ist sich Alina sicher. Aber die Menschen im Sauerland, die ja eher den Ruf haben, verschlossen oder zumindest zurückhaltend zu sein, machten auf sie einen ganz anderen Eindruck. Denn, wenn man einmal ihr Herz erobert hat, dann hat man es geschafft, und das dauerte gar nicht mal so lange.

Neben den Menschen ist es vor allem die Natur, die Alina gefällt: die Bruchhauser Steine, Winterberg im Schnee und der Hennesee im Sommer mit Picknickdecke – die Weinflaschen aus ihrer Heimat wurden im Sauerland natürlich gegen Bierflaschen getauscht. Nur: Die Verkehrsanbindung, besonders am Wochenende, die ist wirklich ein Problem. Wer jung ist und mal in der Großstadt feiern gehen möchte, stößt hier manchmal an Grenzen. Klar, es gibt Kneipen wie die „Tröte“ in Meschede, Kneipentouren und studentische Abende. Alina hat viele schöne Erinnerungen daran. Und ganz nebenbei hat sie auch noch die Liebe gefunden. Alleine dafür hat sich der Umzug ins Sauerland doch gelohnt.

Aktuell arbeitet Alina im Atlas-Projekt der Hochschule und begleitet mittelständische Unternehmen in Veränderungsprozessen, genau das, was sie immer machen wollte. Die vielen mittelständischen Unternehmen und Weltmarktführer in der Region waren für Alina eine echte Überraschung. Im Sommer schließt sie ihren Master ab. Danach ist sie offen, wo es hingehen soll. Vielleicht etwas näher an einer Großstadt, vielleicht bleibt sie aber auch noch. „Ich bewerbe mich überall und dann schaue ich, wohin mein Herz mich zieht.“

Was auf jeden Fall bleibt, ist eine große Dankbarkeit. Das Sauerland hat ihr das Studium ermöglicht, auch finanziell. Es hat ihr Gemeinschaft geschenkt, neue Perspektiven eröffnet und Raum für persönliche Entwicklung gegeben. Und trotzdem schlagen da manchmal zwei Herzen in ihrer Brust. Das eine liebt die Ruhe, die Natur und die Nähe zu den Menschen. Das andere sehnt sich hin und wieder nach etwas mehr Tempo und einem Hauch von Großstadtgefühl.

Vielleicht liegt genau darin das Spannende am Weggehen: Man entdeckt nicht nur einen neuen Ort, sondern auch ganz neue Seiten an sich selbst. Und vielleicht ist das Sauerland für viele nicht der Ort, von dem sie schon immer geträumt haben, aber es kann einer sein, an dem man wachsen kann.

Foto: privat

ALLE BEITRÄGE:

Connection ready

Sophia ist im Sauerland tief verwurzelt, wie tief, wurde ihr wahrscheinlich erst klar, als sie nicht mehr dort war. Als jüngste von vier Geschwistern in Meschede aufgewachsen, verbindet Sophia ihre Kindheit mit all den Dingen, die das Sauerland prägen: üppige Natur, lebendige Vereine und ein starkes Miteinander. Schon früh zog es sie jedoch hinaus. Mit

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700 Kilometer bis nach Hause​

Aufgewachsen ist Pia in Thülen, einem kleinen, familiären Ort, wo man sich kennt und füreinander da ist. Die Nachbarschaft war wie eine große Familie: Immer war jemand da, der ein Auge auf die Kinder hatte. Pias Eltern erzählen heute noch, dass sie als Kind mehr Zeit bei den Nachbarn als zu Hause verbracht hat. Ein

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LEGO©, Landluft und Lebenspläne

Aufgewachsen ist Mio in der Nähe von Göttingen – auf einem Hof am Wald mit freilaufenden Hühnern und süßen Ferkeln, die inzwischen große Schweine geworden sind –, also gar nicht mal so unähnlich zu vielen Orten im Sauerland – und vor allem gar nicht mal so weit weg davon. Gehört hatte er aber bis vor

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Latte Art und Landliebe

Benita und Michael kamen vor zweieinhalb Jahren aus Dortmund ins Sauerland – genauer gesagt nach Arnsberg-Rumbeck – und eröffneten dort ein Café mit angeschlossener Druckerei. Eine mutige Entscheidung, denn so ein urbanes, modernes Konzept in einer ländlichen Region wie dem Sauerland umzusetzen, ist natürlich nie ohne Risiko. Wollen die Leute hier sowas überhaupt? Die Idee

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Das Glockenturm-Syndrom​

Aufgewachsen ist Anna auf dem Seltersberg in Arnsberg. Wenn sie aus dem Kinderzimmerfenster schaute, sah sie dort nichts als Wald und im Winter war die Wiese zum Schlittenfahren direkt vor der Haustür. Anna wusste ihre Heimat, den Arnsberger Wald, die Ruhr und den Schlossberg mit der Ruine und dem Glockenturm schon in ihrer Kindheit und

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Von traditionellen Rollenbildern und Rebellion

Wenn man sich für einen Studiengang entscheidet, der etwas ausgefallener ist, führt oft kein Weg daran vorbei, das Sauerland zu verlassen. So ging es auch Anne. Aufgewachsen in Meschede in einer fünfköpfigen Familie führte es sie nach dem Abi nach Osnabrück. Europäische Studien sollten es sein, denn Politikwissenschaften und Europa hatten ihr Interesse geweckt. Und

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Als Architektin die Heimat gestalten

Als Janine etwa fünf Jahre alt war, zog sie mit ihren Eltern, die zuvor im Ruhrgebiet studiert und gearbeitet hatten, zunächst nach Meschede und kurz drauf ins frisch gebaute Einfamilienhaus nach Eversberg. Dort ging sie in die Grundschule, später auf das Städtische Gymnasium in Meschede, wo sie 2004 ihr Abitur machte. Schon früh war ihr

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Wo liegt denn Meschede?

Hätte man Andreas vor einigen Jahren gefragt, wo Meschede liegt, hätte er es wohl nicht beantworten können. Ja, das Sauerland war ihm schon irgendwie ein Begriff. Dort war er mal in Winterberg mit einem Freund zum Skifahren. Dass er hier einmal leben würde, daran hat er zu dem Zeitpunkt aber wahrscheinlich im Traum nicht gedacht.

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Zuhause in Kuhschiss-Hagen

Sandra ist ein echter Buiterling. Geboren in Ulm von Eltern, die aus Hannover kommen, wuchs sie hauptsächlich in Luxemburg auf, mit kleinen Abstechern mal auf die französische Seite der Grenze, mal auf die deutsche. Ihr Abitur machte Sandra in Rheinland-Pfalz, danach ging es zum Studium nach Bochum. Dort lernte sie einen Freund kennen, der sie

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Die großen Geschichten im Kleinen finden

Für manche Menschen ist es einfach ein logischer Schritt, zurück aufs Land zu gehen, wenn sie darüber nachdenken, eine Familie zu gründen. Ein bekanntes Umfeld und Strukturen, die Familie in unmittelbarer Nähe, alte Freunde – Heimat eben. Bei Roman und seiner Familie war der Umzug zurück nach Schmallenberg mehr ein Aufbruch ins Abenteuer – mal

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Schon ganz in Ordnung

Es gibt Menschen, die haben einfach Lust, anzupacken. Einer von ihnen ist Carsten. Er ist zwar gebürtiger Krefelder, inzwischen aber – auch wenn er das natürlich niemals geplant hatte – im Sauerland angekommen. Zuvor ging es aber noch nach Nürnberg – für zehn Jahre. Dort lockte neben der Liebe, ein toller Job und coole Möglichkeiten

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Gemeinschaft schaffen

Manchmal hat man es nicht leicht im Sauerland Anschluss zu finden. Jeder macht irgendwie sein Ding und hat seinen kleinen Kreis, in dem er sich wohlfühlt. Eine Institution, die eigentlich immer für Gemeinschaft stand, ist die Kirche. Nur ist die vielerorts einfach nicht mehr attraktiv, wirkt verschlafen und wenig attraktiv – vor allem für Familien

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Heimat ist Gold wert

In meinen Gesprächen mit Sauerländerinnen und Sauerländern bemerke ich immer wieder, dass darunter viele sind, die etwas Eigenes auf die Beine stellen wollen. Die gerne anpacken und Dinge wagen. Die gerne ausbrechen aus der 9-to-5-am-Schreibtisch-Arbeitswelt. Einer dieser Menschen ist auch Sabrina. Die 33-jährige Freienohlerin hat sich in ihrer Heimat als Goldschmiedin selbstständig gemacht. Der Grundstein

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Von Spätzle über Baklava mit einem Schwenk Kölsch zum Hennesee

Manche Menschen führt es auf verschlungenen Wegen ins Sauerland und das, obwohl es eigentlich nie zur Debatte stand. Aber manchmal kommen die Dinge dann eben doch anders – und meistens sind sie dann auch genau richtig so. Zumindest war Nalan das Landleben nicht ganz unbekannt. Aufgewachsen in einem 2.000 Einwohner-Dorf irgendwo im Schwarzwald und in

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Augen auf bei der Berufswahl​

Irgendwann steht jeder vor ihr, der Frage, was man denn später einmal werden möchte. Eine große Frage, scheint sie doch eine so enorm wichtige im Leben zu sein. Es gibt Menschen, die wissen schon ganz früh, was sie werden möchten. Ärztin oder Lehrer oder was auch immer. Doch die Möglichkeiten sind heutzutage so vielfältig, dass

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Der rote Faden

Jonas ist kein gebürtiger Sauerländer, er ist im Münsterland, genauer in der Kleinstadt Ahlen, großgeworden. Doch viele seiner Erinnerungen aus seiner Kindheit und Jugend sind eng mit dem Sauerland verbunden: Besuche bei den Großeltern, Ski- oder Rodeltage in Winterberg, Klassenfahrten, regelmäßige Ferienlager in der Schützenhalle Siedlinghausen, Ausflüge ins Besucherbergwerk Ramsbeck, Orchesterfahrten an den Sorpesee oder

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Sauerländer Stars Hollow

Ein idyllischer, malerischer Ort, bekannt für seine skurrilen Bewohner, jährlich wiederkehrende Veranstaltungen, die von einem Mix aus Nostalgie, Tradition und exzentrischem Charme geprägt sind. Hier erleben Freunde und Nachbarn zahlreiche Abenteuer, Romanzen und Alltagsdramen. – Diese Sätze beschreiben eigentlich Stars Hollow, eine fiktive Kleinstadt aus der Serie Gilmore Girls. Diese Beschreibung trifft aber wohl auch

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Aus den Bergen in die Berge

Für viele Menschen ist das Sauerland ein Urlaubsziel, die Sauerländer selbst zieht es im Urlaub oft ein ganzes Stück in den Süden: Nach Österreich, genauer: Tirol. Hohe Berge (also richtige Berge!) und tiefe Täler – im Winter Skifahren, im Sommer wandern oder Mountainbiken. Ein absoluter Traum für Naturliebhaber. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Petra

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Glaube, Sitte, Heimat?

Dass im Sauerland die Uhren manchmal noch etwas langsamer ticken und an Strukturen lange gerüttelt werden muss, bis sich etwas ändert, das habe ich schon in vielen Gesprächen mit Rückkehrerinnen und Rückkehrer und Neubürgerinnen und Neubürger herausgehört – und kenne das auch aus eigener Erfahrung. Abschrecken davon, ins Sauerland zurückzugehen, sollte es trotzdem nicht. Im

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Swing it, Sauerland!

Davina ist keine ganz neue Rückkehrerin, sondern schon lange wieder in der Heimat – und hat hier seitdem einiges auf die Beine gestellt. Geboren und aufgewachsen ist sie in Olsberg. Das Gefühl, unbedingt aus dem Sauerland wegzumüssen, einfach nur um weg zu kommen, hatte sie nicht. Es war etwas anderes, das sie ihre Koffer packen

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Raus ins Grüne​

Wenn ich meine Gesprächspartner für diesen Blog frage – sowohl die Rückkehrer als auch die Neuhergezogenen –, was sie besonders am Sauerland lieben, dann ist die Antwort oft dieselbe: Die Natur. Kein Wunder, denn davon hat das Sauerland eine Menge zu bieten und sie ist auch der Grund, wieso die Sauerländer so oft sagen: Wir

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Landleben in Ost und West

Vom Sauerland hatte Susi vorher noch nie gehört, als sie die Stellenausschreibung fand. Leben auf dem Land war für sie hingegen nichts Neues. Denn geboren wurde sie 1993 in Brandenburg zwischen Spreewald und Berlin auf dem platten Land. Dort verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend, behütet in gemütlicher Dorfatmosphäre mit gerade mal um die 150

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Auf’n Kaffee

Dirk ist ein echtes Stadtkind – naja, so sehr, wie man im Sauerland eben Stadtkind sein kann. Im Herzen von Schmallenberg aufgewachsen, hatte er eine tolle Kindheit – mit Spielstraße, richtig viel Platz, jede Menge Freiheiten und irgendwo war immer etwas los. Nach der Ausbildung ging es zum Fachabi nach Soest. Es war die erste

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Dritte Orte schaffen

Kunst und kreativ sein? Das ist vielleicht nicht das erste, was mir einfällt, wenn ich ans Sauerland denke. Dass es dort aber durchaus viele Menschen gibt, die Lust auf Kunst und Kunstschaffen haben, das habe ich gemerkt, als ich mich mit Anne und Sandra unterhalten habe. Die zwei brennen für die Kunst und haben gemeinsam

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Nicht eine Sekunde

40 Jahre ist es her, dass Maria im Sauerland das Licht der Welt erblickte. Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schule in Meschede. Es war eine Kindheit und Jugend wie sie viele im Sauerland erleben. Doch wie bei so vielen wuchs auch bei Maria der Wunsch, das Sauerland zu verlassen. Das leise Gefühl wurde nach dem Abitur beinahe

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Ruhe, bitte!

Berlin, das e gegen ein o austauschen und die Buchstaben ein wenig mischen, schon heißt es Brilon. Bis auf die gemeinsamen Buchstaben haben diese beiden Städte aber nicht viel gemeinsam. Und das ist auch gut so – zumindest teilweise. Das weiß Sebastian nur zu gut. Groß geworden im 385- Seelendorf Meschede-Heinrichstal, ging es für ihn

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Wurzeln schlagen

Unsere Welt wird immer vernetzter, reisen ist leicht – außerhalb einer Pandemie – und mit dem richtigen Pass kannst du mal hier und mal dort wohnen. Aber fehlt nicht etwas, wenn man niemals Zeit hat, Wurzeln zu schlagen? Wenn es keinen Ort gibt, den man Heimat nennen kann, einen Ort, der ein sicherer Rückzugsort sein

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Die Land(zahn)ärztin​

Nicht nur das Leben auf dem Land ist anders als in der Stadt. Auch das Arbeiten ist es. Das weiß auch Julia. Und dabei geht es nicht, um einen Job in der Landwirtschaft oder in einem Industrieunternehmen, sondern um einen, der in der Stadt genauso gefragt ist, wie auf dem Land. Und trotzdem ist es

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Fachkräftemangel everywhere

Das Wort Fachkräftemangel ist in aller Munde. Nicht nur im Sauerland, sondern in ganz Deutschland – vor allem eben in den ländlichen Regionen. Manche Berufsfelder, die es ohnehin schon nicht leicht haben, haben es dort noch einmal schwerer. Dabei bieten diese Regionen eine Menge an Potential – nur weiß es oft einfach keiner. Zwei, die

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Wie ein Fleckchen Erde Heimat wird

Wenn ich in Köln gefragt werde, wo meine Heimat ist, dann sage ich meistens: Im Sauerland. Aber damit meine ich eigentlich nicht Arnsberg, den Ort, an dem ich bis zum Abitur gelebt habe, sondern Berlar. Seit fast 20 Jahren kenne ich das kleine Dorf oberhalb von Ramsbeck, in dem mehr Pferde und Kühe als Menschen

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Der richtige Zeitpunkt

Wann ist er da, der richtige Zeitpunkt, um wieder zurück in die Heimat zu gehen? Will man nur kurz fürs Studium weg und dann so schnell wie möglich wieder zurück in die Comfort Zone? Will man richtig raus in die große, weite Welt, neue Kulturen entdecken, fremde Düfte erschnuppern, andere Sprachen hören. Werden es am

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Sauerland loading …

Wie wir wohl alle wissen, rangiert Deutschland, was die Digitalisierung angeht, im europäischen Vergleich nicht gerade auf den vordersten Plätzen. Das bekommt man auch im Sauerland zu spüren: Nicht nur die mobile Netzabdeckung sorgt immer wieder für den Impuls, sein Smartphone einfach von sich zu schmeißen, weil es ohnehin an manchen Orten nahezu unbrauchbar ist,

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#Bäuerinnenlife

Hühner füttern, Kühe melken, Stall ausmisten, Zäune bauen und Trecker fahren. Wahrscheinlich hast du jetzt einen mittelalten Mann in grüner Latzhose, kariertem Hemd und gelben Gummistiefeln vor Augen? Das typische Sauerländer Bauer-Klischee eben, das sich hartnäckig in den Köpfen vieler Menschen hält. Und ja, vielleicht stimmt es auch hier und da. Aber es geht eben

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Ihr Kinderlein kommet

Ich gebe zu: Ich selbst habe mit der Kirche nicht mehr viel am Hut – und vieles, was in den letzten Jahren geschehen ist, bestärkt mich darin, dass ich das auch nicht mehr ändern möchte. Dass es aber anderen anders geht, ist mir bewusst und das ist ja auch völlig in Ordnung. Vielleicht ist es

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Grüße aus Norwegen

Hat dir schon einmal jemand gesagt, dass jemand das Sauerländer Graubrot vermisst? Spürst du in diesem Moment vielleicht auch, wie sehr es dir fehlt, und überlegst deswegen wieder zurück in die Heimat zu gehen? Oder was ist es bei dir, diese Kleinigkeit, die dir direkt in den Sinn kommt und das Herz ein wenig schwer

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Heimspiel

Auf dem Land kennt jeder jeden. Man grüßt sich, wenn man sich auf der Straße trifft. Jeder weiß, welchen neuen Freund Stratmanns Anna jetzt schon wieder angeschleppt hat. Die älteren Leute sagen zu dir: „Ach, ich weiß noch, als du mir noch bis zur Kniekehle gereicht hast. Mensch, was warst du damals süß.“ Das kann

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Gülle vs. Kölle

„Land, Landesteil oder Ort, in dem man [geboren und] aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt (oft als gefühlsbetonter Ausdruck enger Verbundenheit gegenüber einer bestimmten Gegend)“, sagt der Online-Duden, wenn ich den Begriff „Heimat“ in das Suchfeld eingebe.

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