Die großen Geschichten im Kleinen finden

AUTORIN: SONJA NÜRNBERGER

Für manche Menschen ist es einfach ein logischer Schritt, zurück aufs Land zu gehen, wenn sie darüber nachdenken, eine Familie zu gründen. Ein bekanntes Umfeld und Strukturen, die Familie in unmittelbarer Nähe, alte Freunde – Heimat eben. Bei Roman und seiner Familie war der Umzug zurück nach Schmallenberg mehr ein Aufbruch ins Abenteuer – mal schauen, was so geht im Sauerland. Die Grundstimmung war auf jeden Fall eines: optimistisch. Optimistisch, in der Heimat wieder ein Zuhause zu finden und vielleicht auch etwas in der Region anzupacken und zu bewegen. Ersteres hat recht schnell geklappt, letzteres musste irgendwann der Erkenntnis weichen, dass das im Sauerland gar nicht mal so einfach ist.

Aber von vorn: Zwölf Jahre ist es inzwischen her, dass Roman mit Sack und Pack zurückkam. Seitdem sind die Verbindungen zu den Menschen stärker geworden. Ein Freundeskreis hat sich entwickelt, aus lauter alten und neuen Freunden, bei denen Roman das Gefühl hat, mit ihnen Pferde stehlen zu können – auf die er sich verlassen kann, die ehrlich und selbstlos sind. Aber auch ansonsten hat er sich inzwischen ein Netzwerk aufgebaut, hat viele Betriebe und ganz unterschiedliche Menschen kennengelernt.

In der ersten Zeit nach dem Umzug war er durch seine Arbeit als Kameramann noch viel außerhalb des Sauerlands unterwegs. Ein bisschen macht er das immer noch, aber viel ergibt sich nun auch direkt vor Ort. Das Sauerland und seine Menschen hatten für ihn schon immer einen besonderen Stellenwert. Schon in der Schule, als Mitschüler:innen eine weitere Fremdsprache oder Informatik wählten, entschied er sich für Heimatkunde, eine Mischung aus Erdkunde und Geschichte. Bewusst war ihm das damals natürlich nicht, aber das Interesse an und eine Auseinandersetzung mit der Region war irgendwie immer da.

Früher schaute Roman manchmal ein wenig neidvoll auf seine Kolleg:innen, die etwa nach Südafrika flogen, um dort Werbespots zu drehen. Mittlerweile sieht er das jedoch anders. Es macht ihm Spaß, von der örtlichen Kultur und den Menschen, die hier arbeiten, zu berichten und ihre Geschichten zu erzählen. Hier lässt man ihm oft freie Hand und hat Vertrauen in seine Arbeit. Man kennt sich – und dann werden auch die Ergebnisse oft besser.

Roman kommt ursprünglich vom Spielfilm, vielleicht ist es ihm deswegen so wichtig, dass die Bilder nicht nur etwas abbilden, sondern etwas erzählen. Er interessiert sich ehrlich für die Menschen im Sauerland und ihre Mentalität. Manchmal ist es schwer, weil den Menschen ihre Geschichten auf den ersten Blick vielleicht nicht so groß erscheinen. Aber genau das ist eben auch eine Chance: Die großen Geschichten im Kleinen zu finden. Und solche Geschichten findet Roman überall im Sauerland. Die Kreativarbeit geht über den Schreibtisch hinaus. Ideenfindung passiert den ganzen Tag. Der Sauerländer Wald beim Spaziergang mit dem Hund ist eine Quelle der Inspiration, aber manchmal findet er die Lösung auch ganz banal beim Ausräumen der Spülmaschine.

Die Kreativ- und Medienszene im Sauerland ist klein. Deshalb ist Arbeit und Austausch außerhalb des Sauerlandes hin und wieder gut, um am Puls der Zeit zu bleiben.

So ist er regelmäßig auch für kleinere und größere Produktionen unterwegs. Drehte etwa den kürzlich erschienenen Film „Union – Die besten aller Tage“ über den 1 FC Union Berlin unter der Regie von Annekatrin Hendel, einer Filmschaffenden, die sich ebenfalls darauf konzentriert, Geschichten aus ihrer Heimat und den dort lebenden Menschen zu erzählen.

Doch Roman möchte nicht nur Geschichten aus dem Sauerland erzählen, sondern auch aktiv daran mitarbeiten, dass die Geschichten in der Region weiterhin positive sind. Deswegen zog es ihn für eine Weile in die Politik – zunächst noch guten Mutes und mit dem Gedanken „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt“ ganz nach Pippi Langstrumpf. Dass das im Sauerland jedoch so nicht funktioniert, wurde schnell deutlich. Die konservativen Widerstände waren und sind stark und der Wille, mal etwas anders zu machen, kein „Das-machen-wir-schon-immer-so“, ist nur an wenigen Stellen zu finden. Roman glaubt, dass die Vorgängergeneration viele Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenlebens nicht auf das richtige Gleis in eine gute Richtung gestellt hat.

Menschen sind gut darin, Probleme zu lösen, aber nicht so gut darin, Probleme zu vermeiden, heißt es. Und klar, wenn es gerade gut läuft, dann hat man vielleicht auch keinen Blick für die Auswirkungen, die das für die Zukunft und die nachfolgenden Generationen haben wird. Schlagworte wie moderater Konsum, Nachhaltigkeit und regenerative Energien, all das wurde und wird hier noch immer gerne beiseitegeschoben. Und jetzt, wo die Krisen immer näher rücken oder schon auf der Türschwelle stehen – was machen die Menschen da? Sie gehen zurück zu Althergebrachtem und wählen erst recht konservativ – und es ändert sich: nichts. Dabei sind Veränderungen so bitter nötig – auch, wenn sie zunächst eine größere Kraftanstrengung erfordern. Natürlich werden auch hier und da gute Dinge angegangen, aber insgesamt fehlen vielen doch die Ideen, um die Region zukunftssicher aufzustellen, findet Roman. Noch läuft es gut im Sauerland, dank fleißigen Menschen in Wirtschaft und Tourismus, besser als in so manchen anderen ländlichen Regionen in Deutschland. Aber die Betonung liegt auf ‚noch‘.

Während es auf politischer Ebene schwer ist, etwas zu verändern, ist es bei kleineren Angelegenheiten jedoch oft ganz einfach. Roman hat gerade den Vorsitz des Theatervereins übernommen und eine neue Probenlocation musste her – zwei, drei Anrufe, zwei, drei Mails und nach einer Woche war eine Lösung gefunden.

Es geht also irgendwie – und Roman ist aktuell glücklich mit seiner Entscheidung, zurück in die Heimat gegangen zu sein. Er bekommt mit, dass Freunde, die in Berlin gelebt haben, sich inzwischen eine etwas ruhigere Lebenssituation vor den Toren der Stadt schaffen. Lebensgemeinschaften und Strukturen, die denen des Sauerlandes stark ähneln – dort aber als neue Idee verkauft werden. In dem Sinne ist das Landleben im Sauerland also irgendwie doch sehr modern. Doch damit es auch so schön bleibt, damit man hier nicht stehenbleibt und den Anschluss verpasst, dafür muss dann doch einiges getan werden. Daher ist Romans Appell an alle: Strengt euch an, liebe Sauerländer!

Foto: privat

ALLE bEITRÄGE:

Schon ganz in Ordnung

Es gibt Menschen, die haben einfach Lust, anzupacken. Einer von ihnen ist Carsten. Er ist zwar gebürtiger Krefelder, inzwischen aber – auch wenn er das natürlich niemals geplant hatte – im Sauerland angekommen. Zuvor ging es aber noch nach Nürnberg – für zehn Jahre. Dort lockte neben der Liebe, ein toller Job und coole Möglichkeiten

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Gemeinschaft schaffen

Manchmal hat man es nicht leicht im Sauerland Anschluss zu finden. Jeder macht irgendwie sein Ding und hat seinen kleinen Kreis, in dem er sich wohlfühlt. Eine Institution, die eigentlich immer für Gemeinschaft stand, ist die Kirche. Nur ist die vielerorts einfach nicht mehr attraktiv, wirkt verschlafen und wenig attraktiv – vor allem für Familien

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Heimat ist Gold wert

In meinen Gesprächen mit Sauerländerinnen und Sauerländern bemerke ich immer wieder, dass darunter viele sind, die etwas Eigenes auf die Beine stellen wollen. Die gerne anpacken und Dinge wagen. Die gerne ausbrechen aus der 9-to-5-am-Schreibtisch-Arbeitswelt. Einer dieser Menschen ist auch Sabrina. Die 33-jährige Freienohlerin hat sich in ihrer Heimat als Goldschmiedin selbstständig gemacht. Der Grundstein

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Von Spätzle über Baklava mit einem Schwenk Kölsch zum Hennesee

Manche Menschen führt es auf verschlungenen Wegen ins Sauerland und das, obwohl es eigentlich nie zur Debatte stand. Aber manchmal kommen die Dinge dann eben doch anders – und meistens sind sie dann auch genau richtig so. Zumindest war Nalan das Landleben nicht ganz unbekannt. Aufgewachsen in einem 2.000 Einwohner-Dorf irgendwo im Schwarzwald und in

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Augen auf bei der Berufswahl​

Irgendwann steht jeder vor ihr, der Frage, was man denn später einmal werden möchte. Eine große Frage, scheint sie doch eine so enorm wichtige im Leben zu sein. Es gibt Menschen, die wissen schon ganz früh, was sie werden möchten. Ärztin oder Lehrer oder was auch immer. Doch die Möglichkeiten sind heutzutage so vielfältig, dass

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Der rote Faden

Jonas ist kein gebürtiger Sauerländer, er ist im Münsterland, genauer in der Kleinstadt Ahlen, großgeworden. Doch viele seiner Erinnerungen aus seiner Kindheit und Jugend sind eng mit dem Sauerland verbunden: Besuche bei den Großeltern, Ski- oder Rodeltage in Winterberg, Klassenfahrten, regelmäßige Ferienlager in der Schützenhalle Siedlinghausen, Ausflüge ins Besucherbergwerk Ramsbeck, Orchesterfahrten an den Sorpesee oder

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Sauerländer Stars Hollow

Ein idyllischer, malerischer Ort, bekannt für seine skurrilen Bewohner, jährlich wiederkehrende Veranstaltungen, die von einem Mix aus Nostalgie, Tradition und exzentrischem Charme geprägt sind. Hier erleben Freunde und Nachbarn zahlreiche Abenteuer, Romanzen und Alltagsdramen. – Diese Sätze beschreiben eigentlich Stars Hollow, eine fiktive Kleinstadt aus der Serie Gilmore Girls. Diese Beschreibung trifft aber wohl auch

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Aus den Bergen in die Berge

Für viele Menschen ist das Sauerland ein Urlaubsziel, die Sauerländer selbst zieht es im Urlaub oft ein ganzes Stück in den Süden: Nach Österreich, genauer: Tirol. Hohe Berge (also richtige Berge!) und tiefe Täler – im Winter Skifahren, im Sommer wandern oder Mountainbiken. Ein absoluter Traum für Naturliebhaber. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Petra

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Glaube, Sitte, Heimat?

Dass im Sauerland die Uhren manchmal noch etwas langsamer ticken und an Strukturen lange gerüttelt werden muss, bis sich etwas ändert, das habe ich schon in vielen Gesprächen mit Rückkehrerinnen und Rückkehrer und Neubürgerinnen und Neubürger herausgehört – und kenne das auch aus eigener Erfahrung. Abschrecken davon, ins Sauerland zurückzugehen, sollte es trotzdem nicht. Im

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Swing it, Sauerland!

Davina ist keine ganz neue Rückkehrerin, sondern schon lange wieder in der Heimat – und hat hier seitdem einiges auf die Beine gestellt. Geboren und aufgewachsen ist sie in Olsberg. Das Gefühl, unbedingt aus dem Sauerland wegzumüssen, einfach nur um weg zu kommen, hatte sie nicht. Es war etwas anderes, das sie ihre Koffer packen

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Raus ins Grüne​

Wenn ich meine Gesprächspartner für diesen Blog frage – sowohl die Rückkehrer als auch die Neuhergezogenen –, was sie besonders am Sauerland lieben, dann ist die Antwort oft dieselbe: Die Natur. Kein Wunder, denn davon hat das Sauerland eine Menge zu bieten und sie ist auch der Grund, wieso die Sauerländer so oft sagen: Wir

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Landleben in Ost und West

Vom Sauerland hatte Susi vorher noch nie gehört, als sie die Stellenausschreibung fand. Leben auf dem Land war für sie hingegen nichts Neues. Denn geboren wurde sie 1993 in Brandenburg zwischen Spreewald und Berlin auf dem platten Land. Dort verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend, behütet in gemütlicher Dorfatmosphäre mit gerade mal um die 150

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Auf’n Kaffee

Dirk ist ein echtes Stadtkind – naja, so sehr, wie man im Sauerland eben Stadtkind sein kann. Im Herzen von Schmallenberg aufgewachsen, hatte er eine tolle Kindheit – mit Spielstraße, richtig viel Platz, jede Menge Freiheiten und irgendwo war immer etwas los. Nach der Ausbildung ging es zum Fachabi nach Soest. Es war die erste

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Dritte Orte schaffen

Kunst und kreativ sein? Das ist vielleicht nicht das erste, was mir einfällt, wenn ich ans Sauerland denke. Dass es dort aber durchaus viele Menschen gibt, die Lust auf Kunst und Kunstschaffen haben, das habe ich gemerkt, als ich mich mit Anne und Sandra unterhalten habe. Die zwei brennen für die Kunst und haben gemeinsam

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Nicht eine Sekunde

40 Jahre ist es her, dass Maria im Sauerland das Licht der Welt erblickte. Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schule in Meschede. Es war eine Kindheit und Jugend wie sie viele im Sauerland erleben. Doch wie bei so vielen wuchs auch bei Maria der Wunsch, das Sauerland zu verlassen. Das leise Gefühl wurde nach dem Abitur beinahe

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Ruhe, bitte!

Berlin, das e gegen ein o austauschen und die Buchstaben ein wenig mischen, schon heißt es Brilon. Bis auf die gemeinsamen Buchstaben haben diese beiden Städte aber nicht viel gemeinsam. Und das ist auch gut so – zumindest teilweise. Das weiß Sebastian nur zu gut. Groß geworden im 385- Seelendorf Meschede-Heinrichstal, ging es für ihn

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Unsere Welt wird immer vernetzter, reisen ist leicht – außerhalb einer Pandemie – und mit dem richtigen Pass kannst du mal hier und mal dort wohnen. Aber fehlt nicht etwas, wenn man niemals Zeit hat, Wurzeln zu schlagen? Wenn es keinen Ort gibt, den man Heimat nennen kann, einen Ort, der ein sicherer Rückzugsort sein

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Nicht nur das Leben auf dem Land ist anders als in der Stadt. Auch das Arbeiten ist es. Das weiß auch Julia. Und dabei geht es nicht, um einen Job in der Landwirtschaft oder in einem Industrieunternehmen, sondern um einen, der in der Stadt genauso gefragt ist, wie auf dem Land. Und trotzdem ist es

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Fachkräftemangel everywhere

Das Wort Fachkräftemangel ist in aller Munde. Nicht nur im Sauerland, sondern in ganz Deutschland – vor allem eben in den ländlichen Regionen. Manche Berufsfelder, die es ohnehin schon nicht leicht haben, haben es dort noch einmal schwerer. Dabei bieten diese Regionen eine Menge an Potential – nur weiß es oft einfach keiner. Zwei, die

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Wie ein Fleckchen Erde Heimat wird

Wenn ich in Köln gefragt werde, wo meine Heimat ist, dann sage ich meistens: Im Sauerland. Aber damit meine ich eigentlich nicht Arnsberg, den Ort, an dem ich bis zum Abitur gelebt habe, sondern Berlar. Seit fast 20 Jahren kenne ich das kleine Dorf oberhalb von Ramsbeck, in dem mehr Pferde und Kühe als Menschen

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Der richtige Zeitpunkt

Wann ist er da, der richtige Zeitpunkt, um wieder zurück in die Heimat zu gehen? Will man nur kurz fürs Studium weg und dann so schnell wie möglich wieder zurück in die Comfort Zone? Will man richtig raus in die große, weite Welt, neue Kulturen entdecken, fremde Düfte erschnuppern, andere Sprachen hören. Werden es am

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Sauerland loading …

Wie wir wohl alle wissen, rangiert Deutschland, was die Digitalisierung angeht, im europäischen Vergleich nicht gerade auf den vordersten Plätzen. Das bekommt man auch im Sauerland zu spüren: Nicht nur die mobile Netzabdeckung sorgt immer wieder für den Impuls, sein Smartphone einfach von sich zu schmeißen, weil es ohnehin an manchen Orten nahezu unbrauchbar ist,

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#Bäuerinnenlife

Hühner füttern, Kühe melken, Stall ausmisten, Zäune bauen und Trecker fahren. Wahrscheinlich hast du jetzt einen mittelalten Mann in grüner Latzhose, kariertem Hemd und gelben Gummistiefeln vor Augen? Das typische Sauerländer Bauer-Klischee eben, das sich hartnäckig in den Köpfen vieler Menschen hält. Und ja, vielleicht stimmt es auch hier und da. Aber es geht eben

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Ihr Kinderlein kommet

Ich gebe zu: Ich selbst habe mit der Kirche nicht mehr viel am Hut – und vieles, was in den letzten Jahren geschehen ist, bestärkt mich darin, dass ich das auch nicht mehr ändern möchte. Dass es aber anderen anders geht, ist mir bewusst und das ist ja auch völlig in Ordnung. Vielleicht ist es

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Grüße aus Norwegen

Hat dir schon einmal jemand gesagt, dass jemand das Sauerländer Graubrot vermisst? Spürst du in diesem Moment vielleicht auch, wie sehr es dir fehlt, und überlegst deswegen wieder zurück in die Heimat zu gehen? Oder was ist es bei dir, diese Kleinigkeit, die dir direkt in den Sinn kommt und das Herz ein wenig schwer

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Heimspiel

Auf dem Land kennt jeder jeden. Man grüßt sich, wenn man sich auf der Straße trifft. Jeder weiß, welchen neuen Freund Stratmanns Anna jetzt schon wieder angeschleppt hat. Die älteren Leute sagen zu dir: „Ach, ich weiß noch, als du mir noch bis zur Kniekehle gereicht hast. Mensch, was warst du damals süß.“ Das kann

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Gülle vs. Kölle

„Land, Landesteil oder Ort, in dem man [geboren und] aufgewachsen ist oder sich durch ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt (oft als gefühlsbetonter Ausdruck enger Verbundenheit gegenüber einer bestimmten Gegend)“, sagt der Online-Duden, wenn ich den Begriff „Heimat“ in das Suchfeld eingebe.

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